Spandauer SV – BFC Preussen

moschko

Auch eine mehr als mäßige Schiedsrichterleistung konnte den Spandauer SV nicht daran hindern, eine verbesserte mannschaftliche Geschlossenheit in einen Punktgewinn gegen den Tabellenfünften BFC Preussen umzumünzen.

So wurde nach dem 1:0 durch Marcus Moschko (10.) eine klare Notbremse an Murat Demirkaya, kurzerhand zu einem “einfachen“ Foul ohne jede Konsequenz für den gegnerischen Spieler “degradiert“. Nichtsdestotrotz spielte der Spandauer SV weiter sein Spiel und kam in der 52. Minute durch Serkan Altin zur bis dahin mehr als verdienten 2:0 Führung.

Zu diesem Zeitpunkt schien alles auf einen verdienten Sieg hinauszulaufen, denn man hatte die zunehmend nervöser werdenden Preussen gut im Griff, als sich Levent Demirkaya nach einem harten Foul an ihm, bei dem sein Knie heftig geprellt wurde, in der 54. Minute am Boden liegend, zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ. Korrekterweise hatte diese einen Platzverweis zur Folge. Verwunderlich nur, dass der vorher enorm hart einsteigende Preusse auch in diesem Fall nicht einmal verwarnt wurde.

Der nun nummerisch unterlegene Spandauer SV zeigte dennoch, dass er diesen Sieg einfahren wollte und man wäre diesem Ziel auch sicherlich ein großes Stück näher gekommen, wenn die Merkwürdigkeiten nicht ihren Lauf genommen hätten. Kurz nach dem Platzverweis konnte sich M. Moschko in der 60. Minute auf der linken Seite durchsetzen und wollte gerade, nur noch den gegnerischen Torwart vor sich habend “einnetzen“, als dieser ihn durch ein rüdes Foul darin hinderte. Der Schiedsrichter erkannte eine “Schwalbe“ und nicht auf den, für das nur dem Körper geltende Einsteigen des Preussen-Keepers, fälligen Elfmeter. Auch in diesem Fall konnte sich der Schiedsrichter nicht zu einer Ermahnung des Preussen hinreissen lassen.

Bei dieser Aktion erlitt M. Moschko zumindest eine Prellung des Mittelfußes mit Überdehnung der Bänder. Die endgültige Diagnose folgt, nachdem der Fuß abgeschwollen ist. Für ihn kam Marco Jakoplic, der sich nahtlos in das Mannschaftsgefüge einfügte und ebenfalls eine hohe Leistungsbereitschaft zeigte.

Kontinuität bewies auch der Schiedsrichter, er blieb bei seiner Linie und “Pfiff“ auch bis zum Ende mäßig gut weiter. So musste der stark spielende Murat Demirkaya erkennen, dass wenn man am eigenen Strafraum verteidigt und den Gegner dazu zwingt den Ball aus zu spielen, nicht notwendigerweise ein Einwurf für die eigene Mannschaft herauskommt. Der bei dieser Aktion bereits wieder in Richtung Preussen-Strafraum laufende Schiedsrichter entschied nämlich auf Einwurf für Preussen, obwohl er das gar nicht gesehen haben konnte! Vermutlich eine Tatsachenentscheidung…

Der BFC Preussen nutzte das nach dem Foul an M.Moschko entstandene, kurzzeitige durcheinander in Spandauer Reihen und kam in der 70. Minute durch Yilmaz zum Anschlusstreffer. Aber auch in der Folge suchte der Spandauer SV die Entscheidung und wollte sich nicht allein aufs Ergebnis halten beschränken. Als für den an diesem Tag bestens aufgelegten Sesij Dag, in der 74. Minute Dennis Moschko den Platz betrat, sollte das Spiel nach vorne noch einmal neuen Schwung bekommen und es sah eigentlich auch ganz danach aus, als ihn wie aus dem nichts, ein Cut oberhalb des Knies erwischte. Geht man einmal davon aus, wie bis zu diesem Zeitpunkt das Spiel geleitet wurde, kann die vorausgehende Einwirkung des Gegners wohl keinen Einfluss darauf gehabt haben.

Jedenfalls war Dennis Moschko fortan in seinen Möglichkeiten arg eingeschränkt. Der Cut musste nicht genäht werden und nach einer Woche Pause wird Dennis wohl wieder ins Training einsteigen können. Übrigens wurden beide “Moschi’s“ nach dem Spiel mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus zur Überprüfung verbracht.

All dies und der zunehmende Druck der hektisch aufspielenden Preussen führte in der 82. Minute zum Ausgleich für den BFC Preussen durch Abou-Chaker.

Sicherlich war alles in allem mehr drin und in der Kabine konnte man auch einen Anflug von Traurigkeit vernehmen, aber die Leistung der Mannschaft deutet darauf hin, dass man zu mehr mannschaftlicher Geschlossenheit findet. Schon im Spiel gegen den Club Italia konnte man beobachten, dass das Spiel nach hinten und das füreinander Spielen Fortschritte gemacht hat. Alles in allem also, scheint die Mannschaft auf einem guten Weg das angepeilte Saisonziel, den Klassenerhalt, sicher gestalten zu können. Der ganzen Mannschaft sei für diese Leistung deshalb auf die Schultern geklopft!

Weiter so!

P.S. In der Fußball-Woche ist außerdem noch von einem nicht gegebenen Handelfmeter zu lesen, aber man kann ja auch nicht alles sehen … ;-))

ms

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