Die Satzung

Satzung

Spandauer Sport-Verein 1894 e.V.

Fassung vom 05. Dezember 2007

§1

Name, Sitz, Geschäftsjahr

  1. Der am 01. November gegründete Verein führt den Na­men Spandauer Sport-Verein 1894 e.V., hat seinen Sitz in Berlin und ist in das Vereinsregister des Amtsgerich­tes Charlottenburg unter Nr. 95 VR 901 Nz eingetragen.

  2. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§2

Zweck, Aufgabe und Grundsätze der Tätigkeit

  1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar ge­meinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes „steuer­begünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung, und zwar durch Ausübung des Sports, insbesondere des Fußballs und anderen Sportarten. Der Verein fördert den Kinder-, Breiten-, Wettkampf- und Gesundheitssport in allen Al­tersklassen. Die Mitglieder nehmen am regelmäßigen Training und an den Wettkämpfen teil.

  2. Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

  3. Die Organe des Vereins (§7) üben ihre Tätigkeit ehren­amtlich aus.

  4. Mittel, die dem Verein zufließen, dürfen nur für sat­zungsmäßige Zwecke verwendet werden. Die Mitglie­der erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigen­schaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendun­gen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person, durch Ausgaben die den Zwecken des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen, begünstigt werden.

  5. Der Verein wahrt parteipolitische Neutralität. Er räumt den Angehörigen aller Völker und Rassen gleiche Rech­te ein und vertritt den Grundsatz religiöser und weltanschaulicher Toleranz.

§3

Mitgliedschaft

Der Verein besteht aus:

  • erwachsenen Mitgliedern nach Vollendung des 18. Le­bensjahres

  • jugendlichen Mitgliedern bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres

  • juristischen Personen

  • Ehrenmitgliedern

§4

Gliederung

Für jede im Verein betriebene Sportart kann auf Antrag eine ei­gene selbstständige Abteilung gegründet werden. Die Abteilun­gen regeln ihre sportlichen Angelegenheiten selbst, soweit die­se Satzung nichts anderes bestimmt und das Gesamtinteresse des Vereins nicht gestört wird. Für die selbstständigen Abtei­lungen, deren Versammlungen, die Zusammensetzung und Wahlen der Organe ergeben sich eigene Abteilungsordnungen, die unbedingt in Übereinstimmung mit dem Gesamtinteresse des Vereins stehen müssen. Die Organe der Abteilungen han­deln bei Willenserklärungen und bei Abschluss von Rechtsge­schäften immer nur als legitimierte Vertreter des Vereins. Die Legitimation erfolgt durch die Vorstandsversammlung. Die finanziellen Angelegenheiten der eigenen Abteilungen regelt der Vereinsvorstand.

§5

Erwerb und Verlust der Mitgliedschaft

  1. Dem Verein kann jede natürliche und juristische Person als Mitglied angehören

  2. Die Mitgliedschaft ist schriftlich, unter Anerkennung der Vereinssatzung zu beantragen. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand. Eine Ablehnung muss nicht begründet werden. Bei Aufnahmeanträgen von Minder­jährigen ist die schriftliche Zustimmung der gesetzli­chen Vertreter erforderlich.

  3. Es gilt eine Probezeit von sechs Monaten. In dieser Zeit besitzt das Mitglied auf Probe kein Stimmrecht und darf auch nicht gewählt werden.

  4. Die Mitgliedschaft erlischt durch:
    - Austritt
    - Ausschluss
    - Tod
    - Löschung des Vereins

  5. Der Austritt muss dem Vorstand gegenüber schriftlich erklärt werden. Die Kündigungsfrist beträgt drei Mona­te zum Jahresende.

  6. Den Ausschluss beschließt der Vorstand bei wichtigem Grund. Das sind insbesondere vereinsschädigendes Ver­halten und erheblicher Verstoß gegen die Satzung. Ge­gen den Ausschluss kann das ausgeschlossene Mitglied dann innerhalb eines Monats nach Zustellung der schriftlichen und begründeten Entscheidung Berufung einlegen, über die die nächste ordentliche Mitglieder­versammlung dann entscheidet.

  7. Nach Beendigung der Mitgliedschaft bleibt die Zah­lungspflicht der bis zu diesem Zeitpunkt fällig gewor­denen Beiträge bestehen.

§6

Rechte und Pflichten

  1. Die Mitglieder sind berechtigt, im Rahmen des Vereins­zweckes, an den Veranstaltungen des Vereins teilzuneh­men.

  2. Alle Mitglieder sind verpflichtet, sich entsprechend der Satzung, den weiteren Ordnungen des Vereins, sowie nach den Beschlüssen der Mitgliederversammlungen entsprechend zu verhalten. Die Mitglieder sind zur ge­genseitigen Rücksichtnahme und Kameradschaft ver­pflichtet.

  3. Die Mitglieder sind zur Entrichtung von Beiträgen und Umlagen für den Verein verpflichtet. Die Höhe der Bei­träge und Umlagen beschließt der Vorstand.

§7

Organe

Die Organe des Vereins sind:

  • die Mitgliederversammlung

  • der Vorstand

  • die Ausschüsse

§8

Die Mitgliederversammlung

  1. Oberstes Organ des Vereins ist die Mitgliederversamm­lung Die wichtigste Mitgliederversammlung ist die Jah­reshauptversammlung. Die Jahreshauptversammlung ist zuständig für:
    - Entgegennahme der Berichte des Vorstandes
    -Entgegennahme des Berichtes des Kassenprüfers
    - Entlastung und Wahl des Vorstandes
    - Wahl des Kassenprüfers
    - Wahl von Mitgliedern der Ausschüsse die der Vorstand eingesetzt hat
    - Genehmigung des Haushaltsplans
    -Satzungsänderungen
    -Ernennung oder Abberufung von Ehrenmitgliedern
    - Auflösung des Vereins

  2. Die Jahreshauptversammlung findet mindestens einmal jährlich statt und sollte im ersten Quartal des Kalender­jahres durchgeführt werden.

  3. Die Einberufung der Mitgliederversammlung erfolgt durch den Vorstand mittels schriftlicher Einladung (Brief, Vereinszeitung, E-Mail). Die Einladung muss mindestens 30 Tage vor dem Termin der Versammlung erfolgen. Die Einladung muss die Tagesordnung, sowie bei Anträgen der vollständige Wortlaut dieses Antrages beiliegen.

  4. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn 1/3 der Mitglieder erschienen sind. Bei Beschlüssen und Wahlen entscheidet die einfache Mehrheit der Stim­men. Stimmengleichheit bedeutet Ablehnung.

  5. Satzungsänderungen sowie Änderungen des Vereins­zweckes erfordern eine 2/3 Mehrheit der abgegebenen Stimmen.

  6. Bei Wahlen muss eine geheime Abstimmung erfolgen, wenn dieses von mindestens fünf der stimmberechtigten Mitglieder beantragt wird.

  7. Anträge können von erwachsenen Mitgliedern, juristi­schen Personen und dem Vorstand gestellt werden. Die Anträge müssen dem Vorstand 14 Tage vor der Mitglie­derversammlung schriftlich vorliegen. Später einge­reichte Anträge dürfen in der Mitgliederversammlung nur behandelt werden, wenn ihre Dringlichkeit mit 2/3 Mehrheit beantragt werden. Dringlichkeitsanträge auf Satzungsänderung nach Ablauf der Antragsfrist sind ausgeschlossen.

  8. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung muss vom Vorstand einberufen werden, wenn es das Vereins­interesse dringlichst erfordert oder wenn mindestens 1/3-Mehrheit der Mitglieder die Einberufung unter An­gabe des Zwecks und der Gründe fordern. Die Einla­dung zur außerordentlichen Mitgliederversammlung muss mindestens 14 Tage vor dem Termin der Ver­sammlung erfolgen. Der Einladung zur außerordentli­chen Mitgliederversammlung muss die Tagesordnung und der vollständige Wortlaut des Dringlichkeitsantra­ges beiliegen.

§9

Stimmrecht und Wählbarkeit

Mitglieder, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, juristische Personen, besitzen Stimm- und Wahlrecht. Das Stimmrecht kann nur persönlich ausgeübt werden. Gewählt werden können alle volljährigen und geschäftsfähigen Mitglieder des Vereins, wenn die Mitgliedschaft mindestens sechs Monate betragen hat.

§ 10

Vorstand

Der Vorstand besteht aus (§26 BGB):

  • dem 1. Vorsitzenden

  • dem stellvertretenden Vorsitzenden für Sport

  • dem stellvertretenden Vorsitzenden für Finanzen und Verwaltung

  • dem stellvertretenden Vorsitzenden für Öffentlichkeits­arbeit und Sponsoring

  • dem stellvertretenden Vorsitzenden für Jugend

Gerichtlich und außergerichtlich wird der Verein durch je zwei der vorstehend genannten Vorstandsmitglieder gemeinsam ver­treten. Die Mitglieder des Vorstandes werden jeweils für zwei Jahre gewählt. Die Mitgliedsversammlungen werden durch ein Vorstandsmitglied oder einem vom Vorstand Beauftragten ge­leitet.

Der Vorstand ist berechtigt, für bestimmte Zwecke Ausschüsse einzusetzen. Der Vorstand darf hauptamtliche Mitarbeiter ein­stellen, um den Zweck des Vereins zu erfüllen, im Rahmen sei­ner finanziellen Möglichkeiten und der finanziellen Vorgaben.

Von den Mitgliederversammlungen und den Vorstandssitzun­gen sind Protokolle anzufertigen, die vom Protokollanten (kann Vorstandsmitglied sein) und zwei Vorstandsmitgliedern zu un­terschreiben sind.

Der stellvertretende Vorsitzende für Jugend wird auf einer vor der Jahreshauptversammlung stattfindenden Jugendversamm­lung gewählt, soweit eine Jugendabteilung besteht. Auf der Jahreshauptversammlung muss er bestätigt werden, um seine Verpflichtung nach § 26 BGB wahrnehmen zu können.

§11

Ehrenmitglieder

Durch die Mitgliederversammlung können Personen, die sich um den SSV und den Berliner Sport, insbesondere dem Fußball besonders verdient gemacht haben, mit 2/3-Mehrheit der anwe­senden Stimmberechtigten zu Ehrenmitgliedern ernannt wer­den. Sie bleiben Ehrenmitglied bis zum Widerruf durch eine Mitgliederversammlung mit 2/3-Mehrheit.

§12

Ehrenrat

Der Ehrenrat besteht aus drei erwachsenen Mitgliedern, die nicht dem Vorstand angehören dürfen, mindestens 30 Jahre alt sind und dem SSV mindestens 10 Jahre angehören müssen. Er wird für vier Jahre gewählt.

Seine Aufgaben sind:

  • Schlichtung von Streitigkeiten innerhalb der Vereinsar­beit

  • Vorbereitung und Durchführungen von Ehrungen

§ 13

Kassenprüfer

Die Mitgliederversammlung wählt zwei Kassenprüfer, für die Dauer von zwei Jahren, die nicht dem Vorstand angehören dür­fen. Die Kassenprüfer müssen mindestens einmal im Jahr die Konten und Belege prüfen, auf die sachliche und rechnerische Richtigkeit. Ein jeweiliger Prüfungsbericht ist dem Vorstand und auf der Mitgliederversammlung vorzulegen. Sie beantra­gen auf der Jahreshauptversammlung die Entlastung des Vor­standes.

§ 14

Auflösung

Über die Auflösung des Spandauer Sport-Verein 1894 e.V. ent­scheidet eine hierfür eigens einberufene Mitgliederversamm­lung mit ¾-Mehrheit der erschienenen stimmberechtigten Mit­glieder. Eine Auflösung kann nur beschlossen werden, wenn mindestens 1/3 der stimmberechtigten Mitglieder erschienen sind.

Eine Fusion gilt nicht als Auflösung.

Bei Auflösung des SSV oder Wegfall des steuerbegünstigten Zweckes gemäß § 2 dieser Satzung fällt das Vermögen des Ver­eins, soweit es bestehende Verbindlichkeiten übersteigt, dem Fußball-Verband zu, der es ausschließlich und unmittelbar zur Förderung des Sports im Sinne der Abgabenordnung zu ver­wenden hat.

§ 15

Inkrafttreten

Die Satzung ist am 05.12.2007 von der Mitgliederversamm­lung des Spandauer Sport-Verein 1894 e.V. beschlossen worden und tritt nach der Eintragung in das Vereinsregister in Kraft.

Anmerkung: Wahlen nach dieser Satzung sind zulässig, werden aber erst rechtswirksam nach erfolgter Eintragung in das Ver­einsregister.

Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Satzung gemäß § 71 BGB unterzeichnete der Vorstand die Originalsatzung wie folgt:

Günter Vogt, Horst Trempel, Egon Kramer, Roger Schneider, Christiane Wiese